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Samstag, 26. Juli 2014

Dienstag, 20. Mai 2014

DIE RSA GESCHÄFTSIDEE - ALLES ROGER ?

    

Mittwoch, 5. März 2014

Zahnbürsten werden Internetfähig

Internet der Dinge: Schon bald soll jede Zahnbürste internetfähig sein
In der vergangenen Woche demonstrierte der Konsumgüterriese Procter & Gamble dem staunenden Publikum auf dem Mobile World Congress in Barcelona voller Stolz die nach Unternehmensangaben "erste auf dem Weltmarkt erhältliche interaktive elektrische Zahnbürste".
Die so beworbene Weltneuheit wird mit dem Smartphone verbunden und zeichnet minutiös die Putzbewegungen auf, mit denen der Hygienebeflissene die Zähne schrubbt. Neben den neuesten Nachrichten aus aller Welt spielt eine App dem fleißig Bürstenden gleichzeitig die besten Tipps zur Verbesserung seiner Putzroutine ein.
Sofort regte sich der Widerstand der Konkurrenz. Das französische Startup Kolibree will die Behauptung von P&G, den unverzichtbaren Badezimmerartikel als Erster präsentiert zu haben, nicht auf sich sitzen lassen. Auch die kleine Firma aus Paris hatte in der vergangenen Woche auf der Jahresmesse der Mobilfunkwelt die "erste vernetzte elektrische Zahnbürste der Welt" vorgestellt.

Das Wunderwerk der modernen Zahnputzkunst

Das Wunderwerk der modernen Zahnputzkunst, das ebenfalls über das Smartphone Daten aus der Mundhöhle sammelt und speichert, sei das allererste seiner Art. Denn schließlich habe das zwölfköpfige Kolibree-Team seinen Apparat bereits im Januar enthüllt.
Mit dunklen Vorahnungen war Kolibree-Chef Thomas Serval zu dem Branchengroßereignis nach Barcelona gereist, um seine Netzbürste auszustellen. Nur wenige Schritte von seinem Messestand entfernt hatte sich P&G mit einem so genannten "vernetzten Badezimmer" breit gemacht.
"Um ehrlich zu sein, wollte ich eigentlich gar nicht hierher kommen", erklärt Serval. "Aber ich wollte sicherstellen, dass niemand behaupten konnte, sie seien 'zuerst' da gewesen, wenn das gar nicht stimmt."

Nicht jeder ist vom Produkt begeistert

Keines der beiden Unternehmen wird indes auch nur ansatzweise von Bedenken gequält, dass die Badnutzer der digitalen Zahnbürste möglicherweise gar keinen Platz zwischen Cremedosen und Tiegeln frei räumen möchten.
"Es gibt Leute, die können es überhaupt gar nicht mehr erwarten", berichtet Michael Cohen-Dumani, stellvertretender Marketing-Direktor von P&G und mit dem elektrischen Oral-B-Zahnbürstengeschäft der Firma befasst. "Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass man sich in zehn Jahren kaum noch vorstellen kann, so etwas nicht gehabt zu haben."
So uneingeschränkt hingerissen ist nicht jeder von dem neuen Produkt. "Das ist eines dieser Dinge, die dir auf den ersten Blick großartig vorkommen, die du dann aber nie kaufst", urteilt Karina Clarke. Ihr komme die Gerätschaft vor "wie eine Mikrowelle, die man sich in den Mund steckt", urteilt die 34-jährige Immobilienmaklerin aus Paris skeptisch.

Internet der Dinge beflügelt die Fantasie

Das Rennen um die Verkabelung der Rachen der Welt spielt sich in einer Arena ab, die zu den geschäftigsten des Technologiesektors gehört: Das sogenannte Internet der Dinge beflügelt die Fantasie der Branchenakteure, egal wie groß oder klein. Dort investiert der Internetgigant Google, der jüngst einen Hersteller netzbasierter Thermostate namens Nest erwarb, Seite an Seite mit kleineren Jungunternehmen.
Das Internet der Dinge bevölkern so erstaunliche Errungenschaften der Technik wie etwa die clevere Laufsocke, die dem Sportler mitteilt, wie gut oder schlecht er in Form ist. Oder die vernetzte Wasserflasche, die Daten zum Flüssigkeitshaushalt des Dürstenden sammelt.
"Wir stehen erst am Anfang. Bald wird eine ganze Reihe wirklich lächerlicher Produkte auftauchen, die so ziemlich alles mit einem Smartphone verknüpfen", befürchtet Stacey Higginbotham, die für die Tech-Website Gigaom über das Internet der Dinge schreibt.
Mindestens seit zwei Jahren tüfteln die Mundhygieniker von P&G bereits an der Idee der Internetzahnbürste. Das Unternehmen habe nachgeforscht, wie sich die Produktlinie elektrischer Putzhilfen erweitern ließe.
Externe Bildschirme mit einer Kontrolluhr, die beim Wienern der Zähne zum längeren Durchhalten animieren soll, hatte man schon im Angebot, berichtet Cohen-Dumani. Bei diesem Vorgang das Smartphone einzubeziehen, sei ein logischer Schritt gewesen.

Details bleiben streng geheim

Ungefähr zur selben Zeit hatte Kolibree-Chef Serval einen Geistesblitz. Er hatte lange vergeblich überlegt, wie er seine Kinder zum hingebungsvolleren Polieren bewegen könnte, bis ihm die Idee zur vernetzten Bürste kam, erzählt er.
In der Welt der internetbasierten Apparate gehört Serval zu den Serientätern unter den Investoren. Er hob ein Unternehmen zum vernetzten Lesen von Strichcodes aus der Taufe und verkaufte es wieder. Jüngst hat er sich an einem französischen Startup beteiligt, dem vorschwebt, eine mit dem Web verknüpfte E-Zigarette hervorzubringen.
Die Firma Kolibree setzt auf Sensoren und die systematische Analyse von Daten, um dem täglichen Ritual der Zahnpflege zu einem Quantensprung zu verhelfen. Ihre gleichnamige Schallzahnbürste vereinigt neun Bewegungssensoren und einen Algorithmus auf sich. Er wurde von fünf Mathematikern ersonnen, um identifizieren zu können, in welchem Quadranten des Mundes der Nutzer gerade seiner Reinigungsarbeit nachgeht, legt Serval dar.
Kolibree legt es bei der Entwicklung der Bürste dezidiert darauf an, dass jeder – vom Zahnarzt bis hin zum Spiele-Entwickler – Anwendungen ausarbeiten kann, die den Datenpool der Bürste anzapfen. "Wir sind so was wie Computerfreaks, die sich auf die Zahnbranche stürzen", meint Serval. "Wir wollen Daten nutzen, um die Art und Weise, wie die Leute ihre Zähne putzen, neu zu erfinden."

Bestandteile der neuen Mundpflegegeräte streng geheim

P&G stützt sich dagegen auf die eigene Unternehmenstradition. Die P&G-Marke Oral-B brachte schon im Jahr 1963 ihre erste elektrische Zahnbürste auf den Markt. Die mobile App zur neuen P&G-Internetbürste, die sich in die Produktlinie Oral-B SmartSeries einreihen soll, gibt den Zahnputzavantgardisten genau vor, wie lange sie in jedem Mundwinkel bürstend verweilen müssen.
Einige Bestandteile der neuen Mundpflegegeräte werden streng geheim gehalten. Serval möchte sich lieber nicht allzu genau dazu äußern, welche Sensoren in seiner Kolibree-Bürste stecken. Er möchte es vermeiden, seinen Rivalen einen Tipp zukommen zu lassen, sagt der Firmenchef. Auch die endgültige Version der Smartphone-App, die seine Zahnbürste betreibt, will er nicht herzeigen. Wie sie aufgebaut ist, soll ein Geheimnis bleiben, wünscht er sich.
Mit Blick auf P&G sagt er: "Die klauen nicht. Das möchte ich sehr, sehr deutlich sagen. Aber es gibt einige Ideen und sogar einige Weltanschauungen, bei dem, was sie tun, die meinem Verkaufsansatz sehr nahe kommen."
Oral-B hatte die neue Bürste des Unternehmens in einer Pressemitteilung vor dem Mobile World Congress als die erste angepriesen, die weltweit erhältlich sei. Doch Kolibree sei P&G schon längst zuvorgekommen, betonen die Franzosen. Denn sie hätten ihre Internetbürste bereits im Januar auf der Consumer Electronics Show in Las Vegas angekündigt.

Deutschland wird Testmarkt

Cohen-Dumani kontert. P&G habe mit der Entwicklung ihres neuen Zahnpflegeprodukts und der dazu gehörigen App angefangen, lange bevor die Firma Kolibree ihre Neuheit vorgestellt hatte, entgegnet der Marketing-Experte von P&G. "Es ist unmöglich, ein Produkt wie dieses innerhalb von einem Monat auf den Weg zu bringen oder zu kopieren", sagt er. "Vielleicht ist es ein Zufall, dass wir dieselbe Idee hatten."
Und P&G hält weiterhin daran fest, dass ihre elektrische Internetzahnbürste es als Erste zu den Kunden schaffen wird. "Unsere Wettbewerber verfügen über ein paar Prototypen", stellt Cohen-Dumani fest. "Und wir sind schon sehr gespannt darauf, wie sie sich schlagen werden."
Als Testmarkt für die Web-Bürste soll Deutschland fungieren, teilt P&G mit. Ab Mai sollen die Deutschen Zugriff auf das netzgesteuerte Reinigungsgerät erhalten, allerdings nur in begrenzten Stückzahlen. Ab Juni soll dann der Rest der Welt beliefert werden. Ganz billig ist der neue Badbewohner allerdings nicht: In den USA legt der Hersteller den Einzelhändlern einen Preis von 219 Dollar – umgerechnet etwa 159 Euro – ans Herz.
Kolibree lässt wissen, ihre Bürste sei ab Juni in begrenzter Auflage und ab Herbst dann flächendeckend zu kaufen. Die Preisvorstellung der Franzosen reicht von etwa 72 bis 145 Euro.
Technisch gesehen wird aber keine der beiden Zahnbürsten die erste sein, die Zähne auf einer App nachbildet und die frei verkäuflich ist. Denn der Pionier auf diesem Feld heißt Beam Technologies und stammt aus Louisville im US-Bundesstaat Kentucky. Das Startup liefert schon seit Januar 2013 eine internetbasierte Zahnbürste aus.

Konkurrenzkampf spitzt sich weiter zu

Anders als die strombetriebenen Exemplare von Kolibree und P&G muss die Beam-Bürste jedoch von Hand bedient werden. Unternehmenschef Alex Frommeyer muss deshalb zugeben, dass die Frage, wer von den Internetbürstenneulingen als Allererster am Start war, für Interpretationen offen bleibt. "In gewissem Ausmaß hängt dies davon ab, wie du das Marketing-Spiel spielst und welche Wortwahl du nutzt", konstatiert er. "Aber es stört mich definitiv."
Der Konkurrenzkampf unter den Internetzahnbürsten dürfte sich aber noch weiter zuspitzen. Beam will als Nächstes auf Strom umsteigen. Kolibree arbeitet an einem Begleitprodukt mit Sensoren, die Zahnkrankheiten aufspüren können. P&G erkundet, wie künftige Varianten mit zusätzlichen Funktionen zur "Erkennung und Bewegungserfassung" ausgestattet werden können.
Allen Modellen haftet aber bis auf Weiteres ein gemeinsamer Nachteil an: Putzen muss der stolze Besitzer einer Internetzahnbürste nämlich immer noch selbst. "Bis Roboter das Bürsten für Sie übernehmen können, müssen sie diesen Teil noch eigenhändig erledigen", gibt Cohen-Dumani von P&G zu.